Piraten in den Bundestag

#LSR Verleger wollen keine Leser mehr

Wenn Gaststätten von Taxifahrern Geld dafür fordern würden, dass diese ihnen die Gäste vor die Tür fahren, dann würden sie ein ebensolches „Leistungsschutzrecht“ verlangen, wie es gerade die Verlage fordern. Schliesslich verdienen die Taxifahrer ja an den Gästen, die ins Restaurant wollen, ODER?

Und genau solch einen „hirnrissigen Unsinn“ sollen die Bundestagsabgeordneten demnächst beschliessen.
Die erste Lesung zu dem sogenannten „Leistungsschutzrecht“ fand am gestrigen Donnerstag, dem 29. November in Berlin statt.

Interessant ist zudem, dass das Interesse an dieser Veranstaltung nach 23:00 Uhr wieder einmal vergleichsweise gering war.

Und während der gesamten Veranstaltung war nicht ein einziges sinnvolles Argument zu vernehmen, welches auch nur ansatzweise ein solches Gesetz rechtfertigen könnte.

Genau die richtige Zeit für einen Auftritt von Ansgar Heveling (ab Minute 00:11:07), der Stand-Up-Comedian der CDU/CSU-Fraktion oder wie Telepolis es ausdrückt:„Der schrägste Vogel im Käfig“.
Man erinnere sich an seinen denkwürdigen Beitrag

Liebe ‚Netzgemeinde‘, ihr werdet den Kampf verlieren

Doch zurück zum Thema:
Würden die Verlage konsequent sein, so könnten sie bereits heute den Suchmaschinen verbieten, ihre Online-Angebote zu listen.
Für sowas gibt es eine kleine Datei auf den Servern: robots.txt

Mit der folgenden Syntax erlauben Sie keinem Suchmaschinen-Robot, auch nur irgendetwas von ihren Daten auszulesen:
User-agent: *
Disallow: /

Damit wäre SOFORT der vorgeworfenen „Mißbrauch“ unterbunden.

Aber wollen sie das wirklich?
NEIN.
Es würde nämlich den Kundenzustrom auf ihre Angebote abwürgen.
Und schliesslich geht den Verlagen ausschliesslich darum, vom Werbekuchen ein größeres Stück abzubekommen.
Kurz, es geht um nichts anderes als Geld.

Und die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Berlin entblödet sich wiedereinmal nicht, einer weiteren Lobbygruppe ihren Wunsch zu erfüllen.

In diesem Fall sollte man jedoch an einen netten Spruch erinnern:

„Überleg Dir gut, was Du Dir wünschst – Es könnte in Erfüllung gehen“

Denn was die Verlage damit gewonnen hätte, wenn in Folge des Gesetzes die Presseportale bei allen Suchmaschinen auf den INDEX gesetzt würden, erschliesst sich mir nämlich nicht.

Ich glaube fast, die Verlage sind ihrer Leser überdrüssig …



Empfehlenswert der Beitrag von http://leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org/



Etwas überzogen, aber trotzdem verständlich: Google – Verteidige Dein Netz



Ein gelungener Abschluss

Auch lesenswert: Der Journalismus ist nicht kaputt


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