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Ein Satz „heißer Ohren“ für die Musikindustrie

Tja, so kann es gehen, wenn man die Prügelstrafe wieder einführen will. Es kann schon durchaus einmal auf einen selbst zurückfallen.

„Wer nicht hören kann, muss fühlen“. Nach diesem Prinzip hat einem Bericht der AFP zufolge der Vertreter der Musikindustrie in der mündlichen Verhandlung zur Haftbarkeit von Eltern gegenüber ihren Kindern bei Urheberrechtsverstößen in Tauschbörsen die schlechte Erziehungsmoral beklagt und dabei die Ohrfeige als Erziehungsmittel gelobt.

Nicht nur, dass sie sich damit öffentlich als ewig gestrig outet und zudem strafrechtlich relevant daneben benimmt.

Nein, sie zeigt deutlich, dass sie keinerlei Anteil an der gesellschaftlichen Entwicklung nimmt und nehmen will.

Anstatt sich aktiv um zeitgemäße Verwertungmodelle für ihre Produkte zu kümmern, und damit auch aktiv Leistungen für ihre Leistungsträger, nämlich die Künstler zu erbringen, gibt sie lieber Geld für nutzlose Prozesse aus, um den Status Quo des 19. Jahrhunderts möglichst auf ewig einzufrieren. Einen Status, von dem zuallererst die Verwerter profitieren, und erst viel, viel später vielleicht auch die Künstler.

In dem richtungsweisenden Verfahren vor dem Bundesgerichtshof (Az.: : I ZR 74/12) wurde die Haftbarkeit von Eltern eingeschränkt.

„Der BGH hat in seiner Urteilsbegründung betont, dass Eltern ihre Kinder zwar belehren, ohne konkreten Anlass aber nicht überwachen müssen.“

Vertrauen ist der Anfang von allem.

Das soll auch unserer nachwachsenden Generation bereits zeitig vermittelt werden.
Diese Urteil hat dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet.


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