Piraten in den Bundestag

Kindertagesstätten müssen kostenfrei sein

Besorgte Eltern in Gotha befürchten aktuell, dass die Höhe der Kitagebühren zukünftig als unabhängige Pauschale erhoben wird. Dabei erwarten sie eine gleichzeitige Erhöhung der Beiträge.

Wie die CDU auf diese Sorgen reagiert, kann man auf ihren Seiten nachlesen:

„Ich hoffe, dass der Stadtrat Gotha dafür sorgt, dass die Kitagebühren sich auch zukünftig an der Einkommenshöhe der Eltern orientieren“

, meint dort Schipanski, derzeit noch Abgeordneter der CDU im Bundestag.

Hoffen mag ja vielleicht für die Eltern aktuell die einzige Möglichkeit sein.
Für ein Mitglied des Bundestages, also der höchsten gesetzgebenden Instanz in Deutschland, ist dies deutlich zu wenig.

So fordert Andreas Kaßbohm – Direktkandidat der PIRATEN im Wahlkreis 192 (Gotha – Ilm-Kreis), dass alle Kinder die Möglichkeit haben sollen, eine solche Einrichtung kostenfrei zu besuchen, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern.
Denn nur so kann Chancengleichheit von Kindesbeinen an gewahrt werden.

Daher haben die PIRATEN Thüringen dies auch als eine wichtige Voraussetzung, für die umfassende Teilhabe aller Familienmitglieder am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben, in ihren Leitlinien festgehalten.

Kindergärten, Tagesmütter und ähnliche Institutionen frühkindlicher Bildung sind eine professionell unterstützende Ressource für die familiäre Erziehung. Dabei ersetzen sie jedoch nicht die engen Bindungen an die Eltern.
Die Institutionen der frühkindlichen Bildung erleichtern später den Übergang der Kinder in die Grundschule und bilden für eine aktive Teilnahme am Unterricht die Basis. Dadurch spielen diese Einrichtungen eine besondere Rolle in der Entwicklung der Kinder und erhöhen ihre späteren Bildungschancen.

Die frühkindliche Bildung hat für die Ziele der Piratenpartei zentrale Bedeutung.

Ihre Aufgabe ist es, alle Kinder – trotz bestehender Unterschiede – in den persönlichen Kompetenzen so zu fördern, dass sie unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft sowie ungeachtet möglicher körperlich oder seelisch bedingter Nachteile oder Entwicklungsverzögerungen mit möglichst guten Grundvoraussetzungen ihre Schullaufbahn beginnen.

Die Piraten setzen sich deshalb für eine kostenlose und auf Wunsch ganztägige Betreuung in wohnortnahen (oder wahlweise arbeitsplatznahen) Kindertagesstätten mit sinnvollen Öffnungszeiten für Kinder ab dem dritten Geburtstag ein.
Ziel der Piraten ist außerdem die Anerkennung eines konkreten Bildungsauftrags an Kindertagesstätten und die Finanzierung entsprechend der Regelung für Schulen.

Der Thüringer Bildungsplan legt fest, welche grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Institutionen der frühkindlichen Bildung vermittelt werden sollen. Die Kinder sollen dabei spielerisch Grundkenntnisse in den Bereichen Sprachen, Sport, Rechnen, Schrift und Lesen erlangen. Die natürliche Neugier der Kinder auf neue Umwelten soll dabei ganz bewusst erlebt werden.

Daher muss durch das Land Thüringen sichergestellt werden, dass ausreichend Betreuungsplätze in den frühkindlichen Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen, damit das im Thüringer Kindertageseinrichtungsgesetz (ThürKitaG) vereinbarte Wunsch- und Wahlrecht (§4) der Eltern erfüllt werden kann.

siehe auch:
Stadt-Bad Gotha – Wo die Millionen wegschwimmen…
Elternbeiträge für Kinderkrippen und Kindergärten in Gotha


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